Stele
2000
Mahnmal zum Gedenken an die Opfer von Zwangssterilisation in Bethel, Bielefeld
1.176 Bogen Papier, Glas, Stahl
(geschaffen unter der Mitwirkung von 1.176 Menschen, die den Text von Hand auf zuvor gestanztes und gestempeltes Papier abgeschrieben haben)
Bethelplatz, Bielefeld

Der Text, der zum Gedenken an die Opfer von Zwangssterilisation in Bethel in eine künstlerische Form gebracht werden sollte, wurde erarbeitet von der Gruppe "Trialog", bestehend aus MitarbeiterInnen von Bethel, Psychiatrieerfahrenen und deren Angehörigen:

Zwischen 1933 und 1945 sind in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel Sterilisationen als rassenhygienische Maßnahme gebilligt worden. Mindestens 1.176 Frauen und Männer wurden zwangssterilisiert.

Wir gedenken dieser Opfer.

Jeder Mensch ist gefordert,
• die menschliche Würde über die Freiheit
von Forschung und Wissenschaft zu stellen.
• einem Denken entgegenzutreten, das den
Wert eines Menschen von Eigenschaften
abhängig macht.
• dem Geist eines wissenschaftlichen und
technologischen Fortschritts zu wider-
stehen, der menschlich gebotene Grenzen
nicht erkennt.
• kritisches und unabhängiges Denken und
Handeln einzuüben und sich nicht von
politischen, weltanschaulichen und wissen-
schaftlichen Autoritäten einschüchtern zu
lassen.

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2010
Performance im Rahmen der Gedenkveranstaltung für Opfer von Zwangssterilisation und Euthanasie in den v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

               Foto: Martin BrockhoffFoto: Martin Brockhoff