Recall Lieblich
2002
SW-Fotografie auf Pergaminseidenpapier
vierteilig | jeweils 93 X 61 X 8 cm
dauerhafte ortsbezogene Installation in der Stadtbibliothek von Melle

Die fotografische Arbeit "Recall Lieblich" zeigt Ilse Lieblich und ihren Hund Bodo.Das englische Wort "Recall" bedeutet direkt übersetzt: wieder-rufen, also erinnern.Mit der Arbeit "»Recall Lieblich« ... ruft Meyer Erinnerungen hervor an Ilse Lieblich-Losa, die 1913 in Buer geboren wurde, ab 1919 in Melle aufwuchs und 1934 vor der mörderischen Verfolgung durch den Nationalsozialismus von Berlin nach Portugal floh", wo sie bis zu ihrem Tod als Schriftstellerin lebt. "Meyer erinnert an Ilse Lieblich-Losa und damit auch an die Geschichte der Judenverfolgung und Ermordung. Sie heroisiert die Opfer nicht, im Gegenteil: das Foto von Ilse Lieblich mit ihrem Hund zeigt ein ganz normales Mädchen aus Melle. Und genau daran wird die Ungeheuerlichkeit deutlich, die darin besteht, dass Ilses Mitbürger sie plötzlich als einen Un-menschen konstruieren, als jemand, den man vertreiben und umbringen soll und darf." (Zitate von Benedikt Sturzenhecker: Einführung in die Ausstellung »Recall Lieblich« von Gabriele Undine Meyer in der Alten Posthalterei in Melle). In ihrem Buch "Die Welt in der ich lebte" beschreibt Ilse Losa ihre Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend in Melle.